|
|
|
|
Bewusst g´sund ernähren - aber wie?
Alle Statistiken zeigen es und trotzdem ist es den meisten ÖsterreicherInnen
nicht bewusst: Wir essen zu viel, zu fett und zu süß.
Die Folgen dieser falschen Ernährung sind viele durch Übergewicht
hervor-gerufene Erkrankungen, deren Kosten die ganze Gesellschaft belasten.
Eingefahrene Ernährungsgewohnheiten zu verändern, scheint für
die meisten ÖsterreicherInnen ein schwieriger Weg zu sein, denn Ernährungsweisen
werden bereits in der Kindheit angelegt. Ernährungswissenschafter
fanden heraus, dass die Prägung in der Kindheit: "Gegessen wird,
was auf den Tisch kommt..." - bis ins hohe Alter wirkt.
Unsere Ernährungswissenschafterin Mag. Julia Sommerer hat im Folgenden
einfache Tipps für Sie zusammengestellt.
Muten Sie sich aber nicht zuviel auf einmal zu, lassen Sie sich ruhig
Zeit -erklimmen Sie Stufe für Stufe und keinesfalls alle Stufen auf
einmal!
3 Schritte auf dem Weg zu einer ausgewogenen Ernährung

1. Trinken fördert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit!
Schon bei einem Flüssigkeitsverlust von 2 % des Körpergewichtes
vermindert sich die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit.
Deshalb ist es wichtig zu trinken, auch wenn man noch keinen "Durst"
spürt. Trinken Sie über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter
(je mehr desto besser), das entspricht 6 Gläsern Wasser.
Der beste Durstlöscher ist natürlich Wasser, aber zur Abwechslung
kann es auch einmal Tee oder mit Wasser verdünnter Frucht- und Gemüsesaft
sein.
Wenn es Ihnen schwer fällt auf diese 6 Gläser zu kommen, dann
versuchen Sie das Trinken zu "ritualisieren".
Trinken Sie z.B.
- in den Arbeitspausen
- immer, wenn man nach Hause kommt
- bevor man aus dem Haus geht
- ...
2. Fett sparen!
Fett ist für unseren Körper konzentrierte Energie, sowohl in
unserer Nahrung als auch in unseren "Körperspeicherdepots".
Geben wir unserem Körper mehr Energie als er verbrauchen kann, dann
werden diese Depots aufgefüllt als Reserve für "magere
Zeiten".
Da Fett so konzentriert ist, 1 g Fett enthält doppelt so viel Energie
wie 1 g Kohlenhydrate oder Eiweiß, macht es auch Sinn gerade beim
Fett zu "sparen".
Einige Tipps zum "Fett sparen"
- Messen Sie Öl ab! Z. B. 1 Löffel Öl für den Salat,
oder 1 kleinen Löffel für die Pfanne zum Braten.
- "Geizen" Sie beim Kochen mit Fett! Verwenden Sie nur soviel
wie unbedingt notwendig ist. Steigen Sie auf fettarme Zubereitungsarten
um, z. B. Dünsten, Garen in der Folie, Garen im Backrohr,...
- Entfernen Sie "Fettränder" z.B. bei Schinken und Fleischstücken
- Achten Sie auf "versteckte" Fette in Wurstwaren, Käse,
Knabbergebäck, Süßigkeiten,...
- Verfeinern Sie Ihre Speisen mit Kräutern und Gewürzen, anstelle
von Creme fraiche und Schlagobers.
3. Täglich Obst und Gemüse!
Apfel, Gurke, Salat und Co enthalten Stoffe, die unseren Körper
fit und leistungsfähig machen. Es ist nicht eine einzelne Substanz,
die Wunder verspricht, sondern der Cocktail aus Vitaminen, Mineralstoffen
und sekundären Pflanzenstoffen (z. B. Farbstoffe, Duftstoffe,...)
der sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt.
Essen Sie täglich mehrmals Obst und Gemüse, am besten genießen
Sie einen Teil davon roh. Wählen Sie aus der unglaublichen Vielfalt
an Obst- und Gemüsesorten nach Lust und Laune aus!
Wie kann ich meine Ernährungsgewohnheiten optimieren?
Alle Schritte auf einmal? Nein!
Wählen Sie einen Tipp aus (z. B. ich versuche täglich 6 Gläser
Wasser zu trinken) und automatisieren Sie diese Gewohnheit, erst dann
"erklimmen" Sie die nächste Stufe!
|
|
|