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Kalte Jahreszeit und Mythen über AlkoholNeben Kälte, Eis und Schnee bietet der Winter viele erfreuliche und gesellige Anlässe. Das besinnlich-freudige Weihnachtsfest im Kreis von Familie, Verwandtschaft und Freunden, eine beschwingte Silvesterparty, der eine oder andere Ballbesuch während der Faschingszeit - oder bereits in der Adventszeit der Besuch diverser Christkindlmärkte - in den Monaten Dezember bis Februar/März wird häufig ausgiebig gefeiert und manchmal fließt dabei reichlich Alkohol. Immer wieder verlassen sich Menschen auf hanebüchene Volksweisheiten über Alkohol, die bestenfalls im Reich der Märchen anzusiedeln sind. Das Problem: Wer daran glaubt, bringt damit sich und andere in Gefahr. Fachärzte haben nun die gängigsten Irrtümer zusammengestellt (und entkräftet). Die Top-Mythen über Alkohol Ärztinnen und Ärzte warnen: "Glauben Sie nicht alles, was man sich über Alkohol erzählt!"
Wenn ich viel und fett esse, vertrage ich mehr Alkohol Das ist falsch. Reichhaltiges Essen verzögert zwar die Aufnahme von Alkohol ins Blut, zu guter letzt kommt der getrunkene Alkohol aber doch dort und damit im Gehirn an. Wer vor dem Trinken viel isst, erreicht nur, dass die Promille langsamer steigen. >Auf gar keinen Fall sollte man sich auf die "gute Unterlage" verlassen, wenn es ums Autofahren geht. Mit Bewegung kann ich Alkohol ausschwitzen Stimmt nicht. Alkohol kann man nicht durch Bewegung, also zum Beispiel beim Tanzen, ausschwitzen. Den Abbau des Alkohols übernimmt zu 95 Prozent die Leber und die hat es nicht eilig: Pro Stunde werden durchschnittlich etwa 0,1 bis 0,2 Promille abgebaut. Die maximal 5 Prozent Alkohol, die tatsächlich über die Haut abgegeben werden können, spielen in der Praxis keine Rolle. Auch andere Brachialmethoden, wie zum Beispiel eine kalte Dusche, sind wirkungslos und verbessern höchstens die subjektive Form. Kaffee macht nüchtern Auch falsch . Möglicherweise fühlt man sich dank der aufputschenden Wirkung des Koffeins nach einem Kaffee subjektiv frischer, am langsamen Alkoholabbau durch die Leber und der eingeschränkten Reaktionsfähigkeit ändert das nichts. Das gleiche gilt übrigens auch für Energy-Drinks und für verschiedene "Wundermittel", die den Alkoholabbau beschleunigen oder den Kater verhindern sollen. Für keines dieser Mittel konnte ein überzeugender wissenschaftlicher Wirknachweis erbracht werden. Wer außerdem glaubt, mit einem Kaugummi oder Pfefferminzzuckerl den Alkomaten täuschen zu können, liegt weit daneben! Ein bisschen Schlaf und es geht schon wieder Ein gefährlicher Irrtum. Auch im Schlaf wird nicht mehr als 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde abgebaut. Es dauert zehn Stunden, bis man ein Promille sicher los ist und Restalkohol ist ebenso gefährlich wie ein "frischer" Rausch. Viele Lenker sind schon in diese Falle gegangen, haben ihren Führerschein verloren oder sind wegen eines Unfalls sogar im Gefängnis gelandet. Daher sollte man auch am Tag nach reichlichem Alkoholkonsum das Auto stehen lassen. Alkohol hält warm Diese Aussage stimmt ebenfalls nicht. Alkohol erweitert die Blutgefäße, was zu einem angenehmen Gefühl von Wärme führen kann. Doch durch die Erweiterung der Gefäße fließt das warme Blut verstärkt in die Peripherie des Körpers, wo die Wärme an die Umgebung abgegeben wird. Pro halbe Flasche Wein - also 50 Gramm Alkohol - sinkt die Körpertemperatur um einen halben Grad. Wer glaubt, sich im Winter mit Alkohol warm halten zu können, liegt also weit daneben. Alkohol ist gut für den Schlaf Alkohol dämpft und betäubt lediglich. Das führt zwar dazu, dass man unter Alkoholeinfluss leichter einschläft, doch ist Alkohol eher negativ für die Schlafqualität. Am nächsten Morgen ist man dann schlechter ausgeschlafen und weniger erholt. Die Störung des gesunden Schlafes ist auch an der Entstehung der Kater-Symptome beteiligt. Wer mein, Schlafprobleme mit Alkohol bekämpfen zu können, riskiert, rasch süchtig bzw. alkoholkrank zu werden. Leider richtig: Alkohol tötet Gehirnzellen Einer der zahlreichen Alkohol-Mythen ist allerdings richtig: Alkohol tötet wirklich Gehirnzellen. Alkohol ist ein Nervengift und man schätzt, dass pro Rausch 20.000 bis 30.000 Gehirnzellen verloren gehen. Zusätzlich stört Alkohol die Kommunikation zwischen den Nervenzellen, was sich negativ auf Konzentration und Gedächtnis auswirkt. Quelle © Fonds Gesundes Österreich
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