Plötzlicher Säuglingstod (SIDS)

Sie möchten sich über den plötzlichen Kindstod informieren und Ihr Kind schützen? Wir nehmen Sie ernst! AVOS bietet mit Unterstützung des Landes Salzburg, den Krankenhäusern und KinderärztInnen ein umfassendes Programm zur Vermeidung des plötzlichen Kindstodes, auch SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) genannt.

Das Programm gliedert sich in folgende Ebenen: 

  • Information und Aufklärung bei niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen, Krankenhäusern und Entbindungsstationen
  • Risikobewertungsbogen, welcher im Zuge eines Beratungsgespräches beim Kinderarzt/bei der Kinderärztin ausgefüllt werden kann 
  • Bei Unsicherheiten und etwaigen notwendigen Begleitungsprozessen erfolgt die Zuweisung in das Kinderspital 
  • Unterstützendes Sicherheitsnetzwerk durch Untersuchungsstellen, Kinderspitälern, KinderfachärztInnen, Elternberatungsstellen 

Was ist SIDS?

Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein Säugling eines plötzlichen Kindstodes stirbt, ist gering. Pro Jahr sterben in Österreich etwa 100 Säuglinge an SIDS, aufgrund der umfassenden Betreuung sind es im Bundesland Salzurg aber nur noch max. zwei Todesfälle im Jahr. 

Der Säuglingstod tritt im Schlaf auf und ist als der unerwartete Tod eines bis dahin scheinbar gesunden Säuglings definiert. SIDS ereignet sich ohne erkennbare Ursache, die medizinische Forschung hat allerdings gezeigt, dass durch Vermeidung der SIDS-Risikofaktoren der plötzliche Kindstod verhindert werden kann. 

Faktoren, die Eltern bei Ihren Kindern beobachten können: 

  • Folgende Anzeichen stellen ein erhöhtes SIDS-Risiko dar: 
    • Frühgeburten  
    • Kinder mit Unsicherheiten beim Schlucken, Trinken oder Atmen 
    • Heftiges Schwitzen im Schlaf 
    • Auffallend anhaltende, schrille Schreie besonders in der Nacht 
    • Auffälliger Tiefschlaf 
  • Kritisches Lebensalter vom 2. bis zum 4. Lebensmonat aufgrund von besonderen motorischen Umstellungen und eines Wachstumsschubs des Babys  
  • Vermeiden Sie „Belastungsfaktoren“:  
    • Bauchlage bzw. Seitenlage 
    • Rauchen 
    • Drogenkonsum der Mutter 
    • Infekte des Kindes 

Wenn diese Faktoren aufeinandertreffen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Kindstodes.

InformationsVideo

Zur umfassenden Information und auch zur Beruhigung verunsicherter Eltern wurde unter der wissenschaftlichen Leitung von Primar Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl ein länderübergreifendes (vom Fonds Gesundes Österreich und von der EU mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE – INTERREG gefördertes) Informationsvideo produziert.

Der Titel des Videos „Schützen durch Verstehen“ deutet das Aufklärungskonzept an, Eltern über die wichtigsten Risikofaktoren und Risikozeichen beim Kind zu informieren und in die Vorsorge miteinzubeziehen.

„Es hat sich gezeigt, dass es einige markante Risikofaktoren gibt, die mit dem plötzlichen Säuglingstod assoziiert sind,“ so Professor Sperl.

Informationsvideo "Schützen durch verstehen" klicken zum Ansehen

Das Video kann zum Selbstkostenpreis von € 8,- bei AVOS angefordert werden: 0662/887588-0 oder avos@avos.at.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel.: 0662/887 588-0

Informationen und Anmeldungen:

SIDS-Folder zum Download

Kontakt

Sabine Stadler (Bereichsleitung Prävention)
Mag.(FH) Ursula Hutter (Gesundheitsreferentin Prävention)

AVOS, Elisabethstraße 2, 5020 Salzburg
Tel.: 0662 887588-0, Email: avos@avos.at

Videobestellung

Folder zum Download:

SIDS-Folder (0,62 MB), SIDS Beiblatt (0,17 MB)
auf türkisch, auf serbokroatisch

Ärztliche Leitung:

Primar Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl
Dr. Holger Förster